Eine von hinten aufgenommene Person hält einen Telefonhörer am Ohr, im Hintergrund ist ein Bildschirm eines Computers

Hessisches Landeskriminalamt

Durchsuchungen in Hessen bei drei Beschuldigten wegen des Verdachts der Beihilfe zum Computerbetrug

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Wiesbaden, Staatsanwaltschaft Darmstadt - Zweigstelle Offenbach und des Hessischen Landeskriminalamts vom 14.10.2026

Am gestrigen Dienstag, 13.10., haben Ermittlerinnen und Ermittler des Hessischen Landeskriminalamts, des Polizeipräsidiums Nordhessen sowie des Polizeipräsidiums Südosthessen drei Durchsuchungsbeschlüsse in vier Wohn- und Geschäftsräumen in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Rheingau-Taunus, Rhein-Lahn-Kreis und Offenbach vollstreckt. Die Maßnahmen dienten der Unterstützung eines von der Staatsanwaltschaft Berlin und dem Landeskriminalamt Berlin geführten Ermittlungsverfahrens wegen des Verdachts der Beihilfe zum Computerbetrug gegen einen mutmaßlichen Anbieter einer technischen Infrastruktur für betrügerische Anrufe.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Betrugsfall, bei dem sich eine Täterin am Telefon als Bankmitarbeiterin ausgegeben und einen Geschädigten zur Herausgabe von Transaktionsnummern (TAN) für sein Onlinebanking gebracht haben soll. Die weiteren Ermittlungen führten zu einem internetbasierten Telefondienst, der eine technische Infrastruktur für Anrufe mit manipulierten Rufnummern bereitgestellt haben soll. Über diesen Dienst könnten monatlich rund 100.000 Anwahlversuche erfolgt sein, unter anderem im Zusammenhang mit betrügerischen Anrufen durch falsche Bankmitarbeiter und falsche Polizeibeamte.

Die Ermittlungen in Hessen wurden von den Staatsanwaltschaften Wiesbaden und Darmstadt - Zweigstelle Offenbach geführt. Sie richteten sich gegen drei weitere Beschuldigte im Alter von 21 bis 23 Jahren. Ihnen wird Beihilfe zum gewerbsmäßigen Computerbetrug vorgeworfen.

Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche digitale Datenträger (Handy, PC, sonstige Speichermedien) sichergestellt. Mit den Durchsuchungen unterstützte das Hessische Landeskriminalamt die in Berlin geführten Ermittlungen.

Im Berliner Ermittlungsverfahren wurden gestern insgesamt 35 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt. Den Beschuldigten im Alter zwischen 21 und 41 Jahren wird vorgeworfen, technische Dienstleistungen für die Begehung von Straftaten durch Dritte bereitgestellt und dadurch insbesondere Betrugstaten unterstützt zu haben.

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