Hessenweit wurden mehr als 2000 Personen kontrolliert, 37 Personen festgenommen und 11 Haftbefehle vollstreckt. Darüber hinaus fertigten die Einsatzkräfte 258 Strafanzeigen und stellten 400 Ordnungswidrigkeiten fest.
Der diesjährige Sicherheitstag, der im Rahmen der länderübergreifenden Kooperation zwischen Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Hessen durchgeführt wurde, stand erneut im Zeichen der Bekämpfung der Rohheits- und Gewaltkriminalität. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Verhinderung von Messerangriffen im öffentlichen Raum sowie der konsequenten Kontrolle der bestehenden Waffenverbotszonen in Bad Hersfeld, Frankfurt am Main, Darmstadt, Rüsselsheim, Hanau, Fulda, Kassel, Gießen, Limburg und Wiesbaden.
Alle hessischen Polizeipräsidien an Einsatzmaßnahmen beteiligt
Unter der Koordination des Hessischen Landeskriminalamts (HLKA) beteiligten sich Einsatzkräfte aus allen sieben hessischen Polizeipräsidien an den umfangreichen Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen. Bei den Kontrollen wurden insbesondere Verstöße gegen das Ausländerrecht (35 Fälle), das Betäubungsmittelgesetz (25 Fälle), das Waffengesetz (9 Fälle) sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis (15 Fälle) und Fahren unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln (3 Fälle) festgestellt. Zudem konnten 21 Messer sichergestellt werden.
Die polizeilichen Maßnahmen konzentrierten sich insbesondere auf kriminalitätsbelastete Örtlichkeiten, bekannte Brennpunkte, Bahnhofsbereiche, Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs, Waffenverbotszonen sowie auf Kontrollstellen entlang von Bundesautobahnen. Ergänzend führten die Einsatzkräfte Informationsveranstaltungen durch und führten zahlreiche Bürgergespräche.
Innenminister Roman Poseck erklärt: „Der länderübergreifende Sicherheitstag zeigt einmal mehr, wie wichtig und erfolgreich die enge Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden über Landesgrenzen hinweg ist. Die Zahlen belegen, dass es uns durch gezielte Kontrollen, erhöhte Präsenz und präventive Maßnahmen gelingt, die Sicherheit im öffentlichen Raum spürbar zu verbessern. Die Straftaten sind in Hessen im vergangenen Jahr um 2,9 Prozent zurückgegangen.
Ein Zeichen, dass unsere konsequente Vorgehensweise wirkt, ist der Rückgang der Messerangriffe im öffentlichen Raum: Laut Polizeilicher Kriminalitätsstatistik 2025 gingen Messerangriffe in Hessen im öffentlichen Raum um 18,8 Prozent zurück, die Zahl der Opfer nahezu um 20 Prozent. Das ist aus meiner Sicht eine deutliche Bestätigung unserer konsequenten Linie in öffentlichen Bereichen. Und das ist eine deutliche Verbesserung im Interesse der Sicherheit der Menschen in Hessen. Die Zahlen 2025 sind auch niedriger als die in 2023 und 2022. Trotzdem ist jeder Messerangriff einer zu viel. Deshalb werden wir unsere Anstrengungen hochhalten.
Gleichzeitig machen die Fallzahlen der Gewaltkriminalität deutlich, dass wir nicht nachlassen dürfen. Ich habe gestern selbst eine Kontrolle in Fulda besucht und bin immer wieder erneut beeindruckt, was unsere Polizisten leisten. Ich danke allen Beteiligten für ihren herausragenden Einsatz für unsere Sicherheit.
Gemeinsam mit unseren Partnern in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland werden wir weiterhin alles daransetzen, um die Bürger zu schützen und das Sicherheitsgefühl in unseren Städten und Gemeinden zu stärken.“