Yvonne Ruppersberg, Leiterin der Abteilung Prävention, liest mit dem Kinderkommissar Leon aus einem Buch vor.

Leon zeigt Kindern die Welt hinter den Kulissen

Tag der offenen Tür bei der Polizei Mittelhessen

Hallo, ich bin Leon – der Kinderkommissar der hessischen Polizei!

Schon seit vielen Jahren bin ich für euch unterwegs und helfe dabei, dass Kinder sicherer im Alltag sind und sich gut mit der Polizei auskennen.

Damit ihr die Polizei noch besser kennenlernt, gab es beim Tag der offenen Tür des Polizeipräsidiums Mittelhessen viele tolle Aktionen und spannende Einblicke für euch. Für alle, die nicht selbst zu uns nach Gießen kommen konnten: Schauen wir gemeinsam noch einmal darauf zurück, was wir dort erlebt haben und welche interessanten Bereiche es zu entdecken gab.

Kinderkommissar Leon arbeitet im Büro

Auf Spurensuche mit dem Erkennungsdienst

Während des Tages hattet ihr die Gelegenheit, den Erkennungsdienst kennenzulernen und die Aufgaben der dort arbeitenden Polizistinnen und Polizisten selbst auszuprobieren. Ihr habt eure eigenen Fingerabdrücke genommen und Fotos von euch machen lassen. Aber warum braucht die Polizei eigentlich solche Informationen?

Beim Erkennungsdienst werden unter anderem Spuren an Tatorten gesichert und wichtige Informationen für die weiteren Ermittlungen gesammelt. Wenn die Polizei herausfinden muss, wer eine bestimmte Person ist, können Fotos und Fingerabdrücke dabei eine wichtige Rolle spielen. Auch besondere Merkmale wie beispielsweise Narben oder Tätowierungen können helfen, eine Person eindeutig wieder zu erkennen.

Fingerabdrücke sind dabei etwas ganz Besonderes: Jeder Mensch hat ein einzigartiges Muster aus feinen Linien an den Fingern. Selbst bei eineiigen Zwillingen sind diese Muster unterschiedlich.

Kinderkommissar Leon beim Erkennungsdienst

Ein Blick in die Gewahrsamszellen

Einige von euch haben sicherlich auch an einer Führung durch die Gewahrsamszellen teilgenommen. Vielleicht habt ihr euch gefragt, warum die Räume so leer wirken und sehr einfach eingerichtet sind. Eine Gewahrsamszelle ist kein gewöhnliches Zimmer, sondern ein Ort, an dem die Polizei Menschen vorübergehend unterbringen kann.

Das kann zum Beispiel nötig werden, wenn eine Person eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellen könnte. Das heißt, sich selbst oder andere verletzen will. Dann ist es wichtig, dass die Polizei hilft und für Sicherheit sorgt. Deshalb sind die Räume besonders einfach eingerichtet. Dadurch soll verhindert werden, dass etwas passieren kann. Neben der einfachen Ausstattung gehört auch dazu, dass sich die Tür nicht einfach von innen öffnen lässt.

Kinderkommissar Leon sitzt im Gewahrsam

Wenn über 110 Hilfe gerufen wird

Auch konntet ihr einen Blick in die Leitstelle der Polizei werfen. Hier nehmen meine Kolleginnen und Kollegen die Notrufe entgegen. Sie müssen schnell herausfinden, was passiert ist und wo Hilfe gebraucht wird. Die wichtigen Informationen werden anschließend an die Einsatzkräfte weitergegeben.

Wenn es besonders dringend ist, müssen meine Kolleginnen und Kollegen schnell zum Einsatzort kommen. Dann sind sie mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs. So können andere Verkehrsteilnehmende erkennen, dass ein Einsatzfahrzeug kommt und sie Platz machen müssen.

Kinderkommissar Leon unterstützt die Leitstelle

Polizeiarbeit hat viele Gesichter

Am Tag der offenen Tür konntet ihr viele Bereiche selbst entdecken und dabei erleben, dass Polizeiarbeit aus ganz unterschiedlichen Aufgaben besteht. Manche davon passieren draußen auf der Straße, andere im Büro am Computer oder in der Leitstelle.

Ihr seht also: Mein Polizeialltag ist ganz schön vielseitig!

Danke, dass ihr so zahlreich mit euren Familien zu uns gekommen seid und gemeinsam mit mir einen tollen Tag bei der Polizei verbracht habt. Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spaß wie ich!

Wenn ihr noch mehr wissen wollt, findet ihr hier viele weitere Informationen zur Polizei, zum verkehrssicheren Fahrrad sowie den sicheren Schulweg oder auch Ausmalbilder.

Bis bald, euer Leon